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Iris Kammerer, Sappho und ihre Dichtung in der Deutung der Forschung des 20.Jh.s
Anhang 1: Vier vorsichtige Versuche zur Interpretation

Fr. 96 V. - Die ferne Freundin
Weibliche Vollkommenheit

Übersetzung

[...] (von) Sard(es?) [...] oft die Gedanken hierher richtend, wie wir einst lebten [...] (ehr?)te dich einer leibhaftigen Göttin gleich, und an deinem Gesang hatte sie am meisten Freude.

Nun aber leuchtet sie hervor unter den lydischen Frauen, wie wenn nach Sonnenuntergang der rosenfingerige {Mond} alle Sterne übertrifft; sein Licht breitet er über das salzige Meer in gleicher Weise wie über blumenreiche Auen; schöner Tau ergießt sich, die Rosen stehen in Blüte, der zarte Kerbel und der blumige Honigklee.

Wenn sie, häufig hin und her gehend, sich der sanften Atthis erinnert, verzehrt sie mit (starker?) Sehnsucht sich den Sinn. Dorthin zu kommen [....] das ist nicht zu hören (für euch?) lauter (?) tönt [...] mitten übers Meer. Leicht ist es zwar nicht für uns, sich Göttinnen anzugleichen an lieblicher Gestalt, [...]

Die weiteren Verse sind unübersetzbar und geben nur unklare und bruchstückhafte Informationen darüber, was ferner in dem Gedicht stand.


Fr. 96 V. - Ferne Freundin: [Text] - [Übersetzung] - [Interpretation]
Anhang 1: [Vorbemerkungen] - [Fr.1 V.] - [Fr. 16 V.] - [Fr. 96 V.] - [Fr. 31 V.] - [Ergebnis]
Auszug: [Inhalt] - [Anhang 1] - [Anhang 2] - [Anhang 3] - [Synopsis]

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