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| ET VELIS VENTO PLENIS VENIT IN TERRAM VVIDONIS COMITIS und kommt mit windgefüllten Segeln in das Land des Grafen Guy |
HAROLD / HIC APPREHENDIT [...] Harold / Hier nahm [...] |
Die mit Rittern und Soldaten bemannten Schiffe (die Schilde sind nach Art der Normannen als zusätzlicher Flankeschutz schräg an der Reling befestigt) fahren über das Meer, genauer gesagt, über den Ärmelkanal zur Küste der Normandie. Am Ende der Fahrt werden die Segel gerefft, der Mast wieder umgelegt und der Anker ausgeworfen. Erst danach verlassen die Männer die Schiffe.
Deutlich erkennbar ist die Bauweise der Schiffe, deren Steven nach Wikingerart weit hochgezogen und mit den Köpfen grotesker Fabelwesen versehen sind. Der Mast wird durch mehrere an Heck und Bug und an den Seiten befestigte Seile senkrecht gehalten, und die farbenfrohen Segel sind so gestaltet, daß sie durch einfachen Seilzug gerefft und gesetzt werden können. Während der Fahrt hockt ein Mann oben am Mast, vermutlich auf einem schmalen Brett, um Ausschau zu halten. Gesteuert werden die Schiffe durch ein Seitenruder am Heck; bei Windstille werden Ruder zuhilfe genommen. Die Darstellungen erwecken den Eindruck, daß die Seeleute während der Reise keine Hosen trugen, sondern nur Lendenschurze.
Während Herzog Harold sich noch auf dem bereits verankerten Schiff befindet, wurden die auf seinem Schiff befindlichen Männer bereits von anderen, die am Ufer warteten, ergriffen.
Die obere Bordüre wird den Schiffsdarstellungen mit eingenommen; auf der unteren ist eine Versammlung von wilden Tieren dargestellt, die einem einzelnen Tier lauscht, das ihren Herrn symbolisiert. Die nächste Szene, die sich über die folgende Abbildung erstreckt, zeigt Szenen einen Jagd; hier scheuchen zwei Treiber mit Stöcken oder Ruten das Wild auf, das sich im Wald befindet.