Jahresarchiv: : 2010

… möchte mit dir auf Facebook befreundet sein

Mein Facebook-Profil hat zur Zeit 139 Freunde. Das ist nicht viel, damit kann man wirklich nicht angeben. Ich will auch gar nicht jammern – im Gegenteil. Facebook ist eine feine Sache, ein Netzwerk, über das man mit anderen Menschen in Kontakt kommen und auch bleiben kann. Über die Datenschutzprobleme lässt sich trefflich streiten – oder lachen, wenn man hinschaut, wie ausgerechnet die tapfersten Verteidiger des Datenschutzes gegenüber dem Staat sich freiwillig zum Glaskasper machen, wenn es um die Nutzung von allerlei “Äpps” geht. Aber diese “Äpps” kann man wie alle Moden ignorieren und sich auf den Nutzen, den ein soziales Netzwerk wie Facebook bietet, beschränken. Bleiben wir doch mal beim Knüpfen von Freundschaften.

Mit Freunden verbindet man sich bei Facebook, indem man eine Freundschaftsanfrage stellt, also ganz einfach: zwei Klicks und der Antrag läuft. Bei demjenigen, dessen Freund man werden will, fällt sogleich folgende Nachricht in den elektronischen Briefkasten:

Hallo Iris,

Lieschen Müller möchte mit dir auf Facebook befreundet sein.

[Lieschens Avatar] Lieschen Müller (Link zu Lieschens Profil bei FB)

Grüße,

Das Facebook-Team

Diese Freundschaftsanfrage kann ich mit einem einzigen Klick auf einen weiteren Link in der Mail bestätigen.

Wenn ich Lieschen Müller kenne, weil sie z.B. mit mir in die Schule gegangen ist (und immer noch denselben Nachnamen hat wie damals) oder eine Kollegin oder Bekannte ist, dann werde ich natürlich neugierig, freue mich vielleicht sogar, ein lange verschollenes Gesicht wiederzusehen.

Aber die meisten Lieschen Müllers, die sich in haargenau dieser Weise bei mir melden, kenne ich nicht – oder vielleicht nur unter einem Foren-Pseudonym. Ich finde es wirklich nett, wenn mir unbekannte Lieschens meine Freundin sein möchten – aber muss ich solche Freundschaftsanträge auch dann annehmen, wenn ich die Person überhaupt nicht kenne? Oder unter diesem Namen nun einmal nicht. Denn wenn sich “Schlümpfchen Schlumpf” bei mir meldet, dann mag das witzig gemeint sein, aber – ja, ich hab mich nun mal so, wenn ich nicht weiß, wer das ist! ;-)

Dabei ist das Problem ganz einfach lösbar: Wer besagten Antrag schickt, kann eine “persönliche Nachricht hinzufügen” – steht im Freundschaftsanfrage-Fenster unten links. Und dann erfahre ich auch, dass Lieschen Müller knuddelbärchen87 aus dem Lesemäuseforum ist, mit der ich schon seit längerem zumindest virtuell gut bekannt bin.

Das sähe dann z. B. folgendermaßen aus:

Hallo Iris,

Lieschen Müller möchte mit dir auf Facebook befreundet sein.

[Lieschens Avatar] Lieschen Müller (Link zu Lieschens Profil bei FB)

Hallöchen! Ich bin knuddelbärchen87 aus dem Lesemäuseforum! Wollt mich nur mal melden und bin neugierig was du hier so machst.

LG Lieschen

Grüße,

Das Facebook-Team


Kurz gesagt: Wenn ich denjenigen, der via Facebook meine Freundschaft sucht, nicht kenne, dann nehme ich ihn nicht unbesehen in meine Freundesliste auf. Allein schon aufgrund negativer Erfahrungen mit Spammern und – ja! – Stalkern.

Also, liebe Leute, wenn ihr bei mir anklopft, dann stellt euch bitte kurz vor. Ihr erwartet schließlich das gleiche, wenn jemand bei euch an der Wohnungstür klingelt. ;-)

Nachklapp vom 14. 12. 2010:

Wer Neuigkeiten über meine Aktivitäten, Veröffentlichungen, Lesungen etc. informieren will, ist mit meiner Facebook-Seite oder meinem Twitter-Account ohnehin besser bedient! :-)

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First Dog in White House

Es stimmt sogar: Das Haus ist – abgesehen von Giebelverkleidung und Dachschindeln – weiß und Margarita der erste Hund, den wir haben. Und dafür gleich ein kleiner Wirbelwind von einem Sibirischen Husky, der uns offenkundig tüchtig auf Trab halten wird. Aber wir wollten es ja nicht anders …

Die junge Lady ist quasi blaublütig mit Migrationshintergrund, denn Vater Bruce (Ziemabora’s Yippee ki-yay – wer Die Hard im Original kennt, weiß, wo der Zusammenhang liegt) ist waschechter US-Amerikaner und Mutter Cassie (Zausel’s U don’t catch me) zwar in Deutschland, genauer gesagt in der Osteifel gebürtig, aber ebenfalls überwiegend amerikanischer Abstammung. D.h. wenn Margarita (Zausel’s Joy Division) nicht integrationswillig wäre, hätte wir ein echtes Problem …

Ziemabora's Yippee Ki -Yay aka Bruce

Ziemabora’s Yippee ki-yay
(Bruce)

Zausel's U dont' catch me aka Cassie

Zausel’s U don’t catch me
(Cassie)

Zausel's Joy Division aka Margarita

Zausel’s Joy Division
(Margarita)

Aber nach einem erschöpfenden Reisesamstag und einem aufregenden Sonntag mit neuer Umgebung, neuen Freunden und wenig Schlaf, wird heute nach munterem Frühsport ausgiebig geschlafen. Eins muss ich wirklich sagen: Züchterin Sylvia Gusinde hat uns einen kerngesunden Wonneproppen übergeben, der obendrein sehr hübsch ist – dafür sind wir ihr sehr dankbar!

Hundemädchen und Katzenmann halten (noch?) Respektsabstand, aber Feindseligkeiten  sind bisher keine festzustellen. Aa jetzt Ruhe einkehrt, werden wir die kleinen Probleme lösen, vielleicht nicht alle, aber was wäre ein Husky ohne Macken?

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»Varus« auf der Shortlist des Walter-Scott-Preises

Aus insgesamt 160 eingereichten Büchern (“Longlist”) wurden 15 Titel ausgewählt, darunter auch Varus, was mich sehr gefreut hat.

Der Sir-Walter-Scott-Preis wird vom Autorenkreis Quo Vadis alle zwei Jahre im Rahmen der von ihnen organisierten Historica verliehen.

Die Jury des aktuellen Auswahlverfahrens stellen:

  • Christine Kerler, Journalistin und Autorin
  • Rita Kohn Dell‘Agnese, Journalistin und Redakteurin
  • Andreas Malessa, Hörfunk- und Fernsehjournalist, Buchautor und Theologe
  • Professor Dr. Wolfgang Wiesmüller, Institut für Germanistik an der Universität Innsbruck

Die Shortlist in alphabetischer Reihenfolge:

  • Beckmann, Herbert: Die indiskreten Briefe des Giacomo Casanova. Gmeiner, Meßkirch 2009.
  • Berger, Nora: Amélie und die Botschaft des Medaillons. federfrei, Marchtrenk/Österreich 2009.
  • Beyerlein, Gabriele: Es war in Berlin. Thienemann, Stuttgart 2009.
  • Bracker, Jörgen: Die Reliquien von Lissabon. Murmann, Hamburg 2008.
  • Corbi, Inez: Die irische Rebellin. Fischer, Frankfurt 2008.
  • Dröscher, Daniela: Die Lichter des George Psalmanazar. Berlin, Berlin 2009.
  • Finnek, Tom: Unter der Asche. Ehrenwirth, Berg.-Gladbach 2009.
  • Hansen, Konrad: Die Kinder der Meerfrau. Hoffmann&Campe, Hamburg 2009
  • Hartmann, Lukas: Bis ans Ende der Meere. Diogenes, Zürich 2009
  • Hartz, Cornelius: Excrucior. von Zabern, Mainz, 2009.
  • Isau, Ralf: Minik. Thienemann, Stuttgart 2008 .
  • Kammerer, Iris: Varus. Heyne, München 2008.
  • Lyne, Charlotte: Das Haus Gottes. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 2009.
  • Prange, Peter: Die Gottessucherin. Droemer, München 2009.
  • Veit, Georg: An den Enden der Treppe. Waxmann, Münster 2008.

Weitere Infos bietet das Blog des Arbeitskreises Quo Vadis.

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»Die 13. Stunde« ist lieferbar!

Die Anthologie Die 13. Stunde (herausgegeben von Frank Becker und Jochen Rudschies), in der Erzählungen von Charlotte Lyne, Gisbert Haefs, Eric Walz, Tanja Kinkel, Guido Dieckmann u.v.m. versammelt sind, wird in den kommenden Tagen im Buchhandel erhältlich sein. Auch ich bin mit einer Geschichte vertreten.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Mitarbeiter des Aufbau Verlags für die gute Zusammenarbeit! Dem Buch wünsche ich viele begeisterte Leser!

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