Lesung in Kalkriese

</p/> <p>Datum: 26. 11. 2008; 19:00
Ort: Museum und Park Kalkriese
Venner Straße 69
D – 49565 Bramsche-Kalkriese

Kalkriese, ein ländlicher Ortsteil von Bramsche, nördlich von Osnabrück, gilt unter Archäologen und Historikern seit geraumer Zeit als vielversprechender Kandidat im Ringen um die Lokalisierung der Varusschlacht. Schon Theodor Mommsen hatte aufgrund eigener Studien und der Begutachtung der Münzsammlung der hier ansässigen Familie von Bar vermutet, dass hier die drei Legionen des römischen Statthalters Varus zugrunde gegangen seien. In den 1980er Jahren begann der britische Major und Hobby-Archäologe Tony Clunn, mit einem tragbaren Minensuchgerät der britischen Armee in der Senke zwischen dem Kalkrieser Berg und dem Großen Moor nach Münzen und anderen Metallgegenständen zu suchen. 1987 entdeckte er Schleuderbleie – ein deutlicher Hinweis auf kriegerische Aktivitäten an diesem Ort.

Im Laufe der Zeit erhärtete sich die Vermutung, dass an diesem Ort zumindest einzelne Kampfhandlungen der mehrtägigen Gefechte stattgefunden haben könnten, möglicherweise sogar der letzte verzweifelte Durchbruchsversuch der bereits geschwächten und stark dezimierten römischen Truppen. Dass an dieser Stelle ein antikes Schlachtfeld ausgegraben wird, steht in Fachkreisen inzwischen außer Zweifel. Dieser einmalige Umstand und die Popularität des mutmaßlich hier stattgefundenen Ereignisses führte dazu, dass das Gelände als Archäologischer Park zugänglich gemacht und ein Museum errichtet wurde, um die Funde einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

(c)2008, Holger Schulze
(c)2008, Holger Schulze

An diesem Ort einen Roman zur Varusschlacht zu präsentieren, ist heikel. Aber weniger wegen der andauernden überregionalen Streitigkeiten als wegen der Tatsache, dass man vor ein interessiertes Publikum mit guten bis sehr guten Vorkenntnissen tritt. Es war eine kluge Entscheidung, mich zuvor in einem nahe gelegenen Restaurant, dem “Alten Dreschhaus” (das bisher leider über keine Internetpräsentation verfügt), sehr schmackhaft zu stärken. Die gut besuchte Lesung im Vortragsraum des Museums machte mir dank eines aufmerksamen Publikums sehr viel Freude, und auch die anschließend gestellten Fragen zeugten von großem Interesse an meiner Arbeit. Abschließend durfte ich noch etliche Bücher signieren und mit Widmungen versehen, wobei im Laufe des Abend sogar mein Füller den Dienst versagte.

Ich nehme das als gutes Omen für zukünftige Veranstaltungen!

Für die herzliche Aufnahme, die ich im Museum und Park Kalkriese erfuhr, bin ich den Organisatoren sehr dankbar!

Nachlese in der lokalen Presse:

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