Alles Banane?

Der Bananenkarton (auch Bananenkiste genannt) hat über seine Funktion als interkontinentales Transportbehältnis für druck- und stoßgefährdete tropische Früchte auch große Bedeutung sozialer Natur – nämlich als millionenfach bewährte und außerdem kostenlos erhältliche Variante des Umzugskartons. Darüberhinaus hat der Bananenkarton nun mit einem eigenen Artikel Eingang gefunden in das Börsenblatt-Branchenwiki. Denn nicht nur diejenigen, die ihren Umzug ohne Logistikpartner bewerkstelligen, sondern auch Antiquare nutzen diese auch bei längerem Gebrauch höchst stabilen Pappboxen: zum Transport, zur Aufbewahrung – ja, sogar als Maßeinheit!

Der Verpackungsindustrie, die durchaus entsprechende Produkte vorzuweisen hat (z.B. bei Kartonfritze, Pack-It-Smart.de u.v.m.), ist mit diesem simplen Produkt aus den Herkunftsländern der in unseren Supermärkten erhältlichen Südfrüchte eine ernstzunehmende Konkurrenz erwachsen.

Immerhin reicht diese Entwicklungshilfe der bananenproduzierenden Volkswirtschaften für die Umzugskultur in den Industrieländern so weit, dass es zumindest in der Schweiz einen Tauschbörse für Banenkartons gibt, die sich inzwischen zu einem veritablen Forum für die Organisation von Umzügen inkl. Nachmietersuche usw. gemausert hat.

Ich für meinen Teil gebe unumwunden zu, dass auch ich mit Bananenkartons die besseren Erfahrungen gemacht habe – zumindest was Bücher und Papier angeht. Wovon es in einem Autorenhaushalt immer viel zu viel gibt …

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