Schildbürgerstreich

Vor einigen Tagen – ich weiß, ich bin spät dran! 😀 – erschien der Autorenkalender 2010, den der 42erAutoren e.V. jährlich herausgibt. Ein Sonderteil in diesem Kalender, befasst sich mit den Abenteuern eines Nachwuchsautors auf der Suche nach einem Verlag für sein Manuskript. Der Nachwuchsautor war allerdings ein Pseudonym – tatsächlich zimmerten Michael Höfler und Michael „Kaelo“ Janßen, zwei satirisch begabte Mitglieder der o.g. Autorengruppe, redaktionell unterstützt von Tom Liehr, ein Exposé samt Leseprobe, bei dem sich jedem  vernünftigen Menschen die Haare sträuben!

Eine Kostprobe des ganzen wurde sogar, kongenial vorgetragen, bei YouTube eingestellt!

Natürlich sind die Erkenntnisse aus diesem Selbstversuch keine Neuigkeiten; bemerkenswert ist nur, dass die Schildbürgerei wohl nur von einem Unternehmen geargwöhnt wurde; ein weiteres bot eine komplette Neuabfassung an — allerdings kostenpflichtig für den Autor! Und noch eines schlug vor, den dadaistisch anmutenden Text als Satire zu veröffentlichen. Ein letzter entschuldigte sich gar dafür, die Schildbürgerei als solche nicht erkannt zu haben.

Spiegel online war die Schildbürgerei immerhin ein Artikel zu Rico Beutlich wert. Auch ansonsten raschelt es in der Bloggerwelt.

Summa summarum dürfte dieser handfeste Spaß nicht nur den 42erAutoren, sondern vor allem dem (übrigens überaus hilfreichen) Autorenkalender eine bisher ungeahnte Bekanntheit verliehen haben, was zum Zeitpunkt der Herausgabe natürlich äußerst wertvoll ist — auch für die beteiligten Autoren. Trotzdem kann man ihnen eigentlich nur wünschen, dass Rico Beutlich, der in der Tat Kultqualitäten besitzt, nicht alle ihre Kräfte absorbieren wird.

Ein Gedanke zu “Schildbürgerstreich

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